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Aktuelle Meldungen

  • Maßnahmen gegen E-Mails mit Schadsoftware (u.a. Emotet/Trickbot) (2018-12-07)
    Um die seit einiger Zeit stark vermehrt auftretende Schadsoftware, die Makros in Microsoft Office Dokumenten nutzt (u.A. Emotet), effektiver zu bekämpfen, wurde Anfang Dezember 2018 auf den zentralen Mailservern der Universität Stuttgart eine Maßnahme ergriffen, die die Last der E-Mails mit infektiösen Anhängen drastisch senken konnte. Die Maßnahme verhindert die Annahme von Nachrichten, die von einem Server außerhalb der Universität gesendet wurden und eine Microsoft-Office-Datei mit Makros als Anhang besitzen. Dies führt dazu, dass Mails mit Makro-basierter Malware im Anhang ausgefiltert werden, verhindert jedoch auch, dass legitime E-Mails mit einem solchen Anhang, die über die zentralen Mailrelays gesendet werden, angenommen und an den vorgesehenen Empfänger an der Uni ausgeliefert werden. Für diese Fälle wird empfohlen, entweder Anhänge ohne Makros zu versenden oder die Dokumente in anderen Formaten (etwa PDF) anzuhängen.
  • Emotet/Trickbot - Welle gefälschter E-Mails mit Schadsoftware (2018-11-13)
    Derzeit sind wieder zahlreiche Mails mit infektiösen Word-Dateien als Anhang und einem Betreff wie "Rechnung", "Zahlungsschreiben" o.Ä. unterwegs. Die Nachrichten stammen scheinbar von Kollegen und sind in gutem Deutsch abgefasst. Die angehängte Datei enthält Makros, die zur Infektion des Rechnersystems, auf dem die Datei betrachtet wird, dienen sollen. Um den Benutzer dazu zu verleiten, diese Makros zu aktivieren, gibt die Datei vor, mit Office 365 ("online version of Microsoft Office Word") erstellt worden zu sein und fordert auf den "Enable editing" und dann den "Enable content" Button anzuklicken. Tut man das, wird Malware nachgeladen und das Rechnersystem infiziert. Empfänger sollten bei solchen Nachrichten lieber zunächst beim als vermeintlichem Absender angegebenen Kollegen anrufen, bevor sie einen solchen Anhang öffnen. Auch aktuelle Antivirussoftware erkennt derzeit viele dieser Schädlinge nicht.
  • EFAIL - Schwachstelle bei GnuPG und S/MIME (2018-05-14)
    Forscher der Fachhochschule Münster, der Ruhr-Universität Bochum und der belgischen Universität Leuven haben Schwachstellen in OpenPGP und S/MIME entdeckt. Angreifer können aktive Inhalte von verschlüsselten E-Mails im HTML-Format, mit denen beispielsweise Bilder aus dem Internet nachgeladen werden können, ausnutzen, um an den Klartext der verschlüsselten Nachrichten zu gelangen. Administratoren und Benutzern, die OpenPGP oder S/MIME zur verschlüsselten Kommunikation verwenden, wird empfohlen, die Anzeige von HTML-Mails oder zumindest aktive Inhalte und das automatische Nachladen von Inhalten, wie bspw. Bilder aus dem Internet, in ihrem E-Mail-Programm zu deaktivieren.
  • Meltdown/Spectre - Schwachstellen in aktuellen Mikroprozessoren (2018-01-05)
    Mehrere Schwachstellen im Design aktueller Prozessoren, die unter den Namen Spectre und Meltdown bekannt geworden sind, können durch Seitenkanalangriffe dazu ausgenutzt werden, die Mechanismen der Speicherverwaltung zur Isolation der Speicherbereiche für Prozesse untereinander zu unterlaufen. Dies kann potentiell dazu führen, dass ein Angreifer wervolle Daten, wie etwa Passwörter oder krypographische Schlüssel stehlen kann. Die Voraussetzungen zur effektiven Ausnutzung der Schwachstelle sind allerdings sehr hoch und es wurde bislang nur die prizipielle Ausnutzbarkeit der Schwachstellen demonstriert. Dennoch wird dringend empfohlen, Patches für Betriebssysteme sowie entsprechende BIOS-Updates zu installieren, sobald verfügbar.
  • KRACK - Schwachstelle bei WPA2 (2017-10-17)
    Eine Schwachstelle im Wi-Fi Protected Access zur Verschlüsselung des Datenverkehrs in Funknetzwerken, kann von einem Angreifer im Bereich eines betroffenen Funknetzes dazu ausgenutzt werden, den Datenverkehr abzuhören.

Anderswo

Aktuelle Links zu externen Quellen:

  • [DV-Recht] US-Gericht erlaubt Microsoft die massenhafte Übernahme von Domains anderer Provider (2014-07-01)
    Das Bundesbezirksgericht im US-Bundesstaat Nevada hat nach einer Klage Microsofts gegen Personen, die Malware, die Windows-Installationen angreift, verbreitet haben sollen, entschieden. alle .com, .net, .org, .biz und .info Domains des DynDNS-Anbieters NoIP an Microsoft zu übertragen. Dies sollte Microsoft in die Lage versetzen, die Domains zu filtern, über die die Malware nach Angaben Microsofts verbreitet worden sein sollen. Es erscheint sehr fraglich, ob die Übernahme von Domainnamen eines DynDNS-Anbieters einen wesentlichen Effekt auf die Verbreitung von Malware haben wird.
    Heute übernahm Microsoft, offenbar ohne vorher den Besitzer NoIP zu informieren (siehe deren Stellungnahme dazu) sämtliche Domains. Dies führte zu massiven Ausfällen bei den Kunden des DynDNS-Anbieters. weil Microsoft offenbar sehr schlecht vorbereitet und nicht in der Lage war, den Nameservice für die Kunden aufrecht zu erhalten.
    Neben diesem offensichtlichen Unvermögen, der NoIP potentiell großen Schaden zufügen kann und dem zu erwartenden eher sehr geringen Effekt bei der Malwarebekämpfung, ist es höchst bemerkenswert, dass es in den USA offenbar möglich ist, dass Microsoft einer anderen Firma mit Hilfe eines Gerichts die Geschäftsgrundlage entziehen kann, um seine bereits verkauften und durch andere betriebenen Produkte zu schützen. Maßnahmen und Methoden, wie das Übernehmen oder Abschalten von Internet-Infrastruktur, um mögliche ungesetzliche Handlungen zu verhindern (hier die angebliche Verbreitung von Malware), sind normalerweise Exekutivorganen eines Staates vorbehalten und werden nicht (möglicherweise konkurrierenden) Privatfirmen übertragen.
  • [DV-Recht] Microsoft durchsucht E-Mail-Konto eines Kunden (2014-03-21)
    Microsoft hat das E-Mail-Konto eines Kunden seines Dienstes Hotmail auf der Grundlage seiner Geschäftsbedingungen ausgewertet. Microsoft war auf der Suche nach einem Informationsleck, weil Teile des Codes des Betriebssystems Windows 8 auf dem Blog des Kunden aufgetaucht waren und der Konzern nun herausfinden wollte, woher diese als Geschäftsgeheimnis eingestufte Information gekommen war. Die Juristen Microsofts hatten entschieden, dass die Firma aufgrund der durch die Nutzer akzeptierten Geschäftsbedingungen auch private Daten des betreffenden Nutzers auswerten dürfe und dazu keine Legitimation durch einen Gerichtsbeschluss nötig sei.
    Dies ist in sofern sehr bemerkenswert, als dass es plausibel erscheint, dass mit dieser Begründung auch die Daten von Kunden anderer Dienste, wie etwa Office 365, unter diese Regelung fallen und jederzeit ausgewertet werden können. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass Daten, die bei solchen Diensten gespeichert werden, nicht als vertaulich eingestuft werden können. Daraus ist zu schließen, dass Daten, die einer Geheimhaltungspflicht unterliegen, etwa Daten eines Projektes mit entsprechender Vereinbarung, nicht auf diesen Diensten verarbeitet werden können, ohne die Vereinbarung zu brechen. Gleiches gilt für schutzwürdige personenbezogene Daten. (s.a. heise)
  • [Generic/PPTP] "Der Todesstoß für PPTP" (2012-10-10)
    Der IT-Sicherheitsexperte Moxie Marlinspike mit seinem Projekt CloudCracker einen Dienst anbietet, der verspricht, "jeden PPTP-Zugang innerhalb eines Tages zu knacken". Die Heise-Redaktion hat den Dienst ausprobiert, mit höchst erschreckendem Ergebnis: Zwar hat das Knacken des PPTP-Zugangs zum Heise-LAN runde 36 Stunden gedauert, also etwas länger als versprochen, dennoch konnte der Redakteur danach problemlos den geknackten Zugang verwenden. Die Tauglichkeit des Protokolls für die Absicherung von VPN-Verbindungen muss daher als nicht mehr gegeben angesehen werden. (heise)
  • [Windows/Skype] Schwachstelle im Skype-Client (2011-08-04)
    Eine Schwachstelle im Skype Client 5.5 ermöglicht es einem Angreifer, das Skype-Konto eines betroffenen Benutzers unter seine Kontrolle zu bringen. Durch einen Entwurfsfehler werden bei der Benutzung der Facebook-Pinnwand- oder Kommentarfunktion die Sitzungsdaten für Dritte sichtbar, so dass das Konto des Benutzers übernommen werden kann. Die Schwachstelle wurde durch die neue Version, die diese Facebook-Funktionen erstmals anbietet, neu eingeführt. (Secalert.net)
  • [Google/Android] Schwachstelle im Smartphonebetriebsystem Android (2011-05-18)
    Verschiedene Applikationen für das Smartphonebetriebssystem Android senden Authentifizierungsdaten (AutheToken), die das Telefon bei der Anmeldung beim Google-Server erhalten hat, in un- oder nicht individuell verschlüsselten (alle Teilnehmer verwenden denselben Schlüssel) im Klartext. Dies erlaubt Dritten das Token abzufangen und mit seiner Hilfe auf alle persönlichen Daten, die über die Google-API verfügbar sind zugreifen. Siehe hierzu auch Catching AuthTokens in the Wild The Insecurity of Google's ClientLogin Protocol des Instituts für Medieninformatik der Universität Ulm. (heise)