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Meldung Nr: RUS-CERT-1362

[WLAN/WEP] WEP in weniger als 60 Sekunden brechen
(2007-04-05 09:31:29.645252+00) Druckversion

Quelle: http://eprint.iacr.org/2007/120.pdf

Erik Tews, Ralf-Philipp Weinmann und Andrei Pyshkin von der technischen Universitär Darmstadt zeigen in ihrem Papier "Breaking 104 bit WEP in less than 60 seconds" eine Methode, mit der die derzeit am häufigsten verwendete WLAN-Verschlüsselung Wired Equivalent Privacy (WEP) mit aktueller, handelsüblicher Technik quasi im Handumdrehen gebrochen werden kann. WEP ist damit noch sehr viel unsicherer, als bislang angenommen. Mit bisher vorgestellten Methoden zur Entschlüsselung eines WEP-Keys benötigte man zwischen 500.000 und einer Million mitgeschnittener Pakete (die durch den Angreifer mittels spezieller Anfragen provoziert werden können) und zehn und 40 Minuten Zeit. Die im genannten Papier vorgestellte Methode kommt dagegen mit 40.000 Paketen aus, um den WEP-Schlüssel zu errechnen und Zugang zu einem mit WEP gesicherten WLAN zu erhalten. Dies sei mit heutiger Technik in weniger als einer Minute bewerkstelligbar. Damit müssen WEP-gesicherte Funknetze vollends als offen betrachtet werden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Urteil gegen eine Betreiberin eines offenen WLANs, das sie für die von Dritten über diesen Zugagng begangenen Rechtsverletzungen verantwortlich macht (Landgericht Hamburg 308 O 407 / 06), können diese Erkenntnisse erhebliche Bedeutung gewinnen.

(og)

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