Aktuell beobachten wir eine Betrugsmasche, bei welcher Nutzer:innen über gefälschte CAPTCHA-Abfragen dazu gebracht werden sollen, Schadcode auf dem eigenen Gerät auszuführen. Wir möchten auf dieses Vorgehen aufmerksam machen und gleichzeitig an wichtige Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit böswilligen Mails und Webseiten erinnern.
Beim Besuch einer manipulierten oder kompromittierten Webseite - häufig erreicht über böswillige E-Mails, Suchmaschinen-Werbung oder Links in sozialen Medien - erscheint eine Aufforderung, die optisch einer üblichen CAPTCHA-Abfrage ähnelt („I'm not a robot“ o.ä.). Nach einem Klick erscheint anstatt der bekannten Bilderauswahl jedoch eine Aufforderung, eine Tastenfolge auszuführen, in etwa:
Beim Klick hat die Webseite zuvor unerkannt per JavaScript Schadcode in die Zwischenablage kopiert. Die Tastenkombination Windows-Taste + R öffnet den Windows-Dialog „Ausführen“, Strg + V fügt den schädlichen Befehl dort ein, und Enter führt ihn aus. Typischerweise wird auf diesem Weg Malware nachgeladen und installiert. Oft sind dies Information Stealer, welche Zugangsdaten und Browserdaten abgreifen.
Vergleichbare Varianten erscheinen auch unter dem Vorwand, einen vermeintlichen Anzeigefehler im Browser zu „beheben", oder als angebliche Aufforderung von Microsoft, Google oder Cloudflare.
An dieser Stelle möchten wir allgemein an einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Webseiten und E-Mails erinnern (vgl. Hinweisseite vom BSI):
Sollten Sie sich unsicher sein, ob es sich um eine legitime Nachricht bzw. Webseite handelt: nicht klicken, nicht ausführen! Die Stabsstelle Informationssicherheit hilft Ihnen gerne bei der Klärung.