[Generic/KDE] Schwachstellen bei der Kommandozeilen-Kommunikation
(2002-12-12 15:18:46.068592+01) Druckversion
KDE verwendet teilweise die Kommandozeile, um Daten auszutauschen. Dadurch entstehen verschiedene Sicherheitsprobleme.
Betroffene Systeme
- KDE 2.x
- KDE 3.0.x
Einfallstor
- böswillige Webseite oder HTML-E-Mail-Nachricht (oder eine andere Quelle von URLs, die unter fremder Kontrolle steht)
- lokaler Account mit interaktivem Zugriff
Auswirkung
- Es kann beliebiger Programmcode mit den Rechten des Benutzers, der z.B. Konqueror verwendet, ausgeführt werden.
- Andere Benutzer können teilweise kritische Daten auslesen.
Typ der Verwundbarkeit
- shell command injection
- lokales Informationsleck
Gefahrenpotential
- hoch
- mittel bis hoch
Beschreibung
KDE verwendet zur internen Kommunikation (mit anderen KDE-Komponenten
oder Systemprogrammen) teilweise die Kommandozeile des darunterliegenden
Betriebssystems. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Probleme:
Falls ein URL (oder andere Daten aus externer, nicht vertrauenswürdiger Quelle) über die Kommandozeile an eine andere KDE-Komponente übergeben wird, interpretiert die Shell des Betriebssystems eventuell sogenante Shell Metacharacters, wodurch sich (nahezu) beliebige Shell-Befehle in URLs einbetten lassen, die dann auch ausgeführt werden.
Auf typischen UNIX-Implementierungen sind die auf der Kommandozeile übergebenen Parameter für alle Benutzer des Systems einsehbar. Falls Paßwörter übergeben werden, können diese also von anderen (lokalen) Benutzern eingesehen werden.
Derzeit sind zwei konkrete Inkarnationen dieser Schwachstelle bekannt.
Die erste Schwachstelle wird in einem
Advisory von KDE
beschrieben und betrifft URLs mit den Protokolltypen
"rlogin" und telnet (letztere nur bei KDE 2.x),
die zweite betrifft die Übergabe von Paßwörtern an
smbclient beim Zugriff auf Drucker mittels
kdeprint.
Gegenmaßnahmen
- Nach dieser Ankündigung prüfen derzeit KDE-Entwickler den Quellcode systematisch auf diese Probleme.
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