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Meldung Nr: RUS-CERT-1256

[Generic/apache2] Apache2 HTTP-Request Injection Verwundbarkeit
(2005-07-08 15:24:16.971596+00) Druckversion

Quelle: http://www.whitedust.net/speaks/825/Apache%20Request%20Smuggling%20Vulnerability/

Alle Apache2 Versionen vor Apache 2.1.6 sind durch einen HTTP-Request Injection Angriff verwundbar, der es Angreifern ermöglicht, gefälschte HTTP-Anfragen in gültigen HTTP-Headern einzuschleusen, die von Apache2 ausgeführt bzw. weitergeleitet werden. Solche eingeschleusten HTTP-Anfragen lassen sich z.B. zu HTTP-Proxy-Cache, Cross-Site Scripting, Session Hijacking und anderen Angriffen mißbrauchen.

Betroffene Systeme

  • Apache 2.1.x (bis 2.1.5)
  • Apache 2.0.x
  • Alle Betriebssysteme und Distributionen, die eine betroffene Apache2 Version enthalten, u.a.:
    • RedHat Fedora Core1 (und früher)
    • MandrakeSoft Linux Mandrake 10.1 (und früher)
    • S.u.S.E. Linux Personal 9.1 (und früher)
    • Trustix Secure Linux 2.0
    • Trustix Secure Linux 2.1
    • Conectiva Linux 9.0
    • Gentoo Linux 1.2
    • Gentoo Linux 1.4 _rc1
    • Terra Soft Solutions Yellow Dog Linux 3.0
    • OpenPKG OpenPKG 2.0
  • Unbekannt: Apache1 Versionen vor 1.3.30

Nicht betroffene Systeme

  • Bekannt: alle Apache1 Versionen ab 1.3.30 und entsprechende Systeme (es ist unbekannt, ob die Verwundbarkeit in sehr frühen Apache1 Versionen auch existiert)
  • Alle Apache2 Versionen ab 2.1.6 und entsprechende Systeme
  • Systeme, die mit entsprechenden Vendor-Patches zur Behebung der Schwachstelle versehen sind, die aber i.d.R. nicht die Versionsnummer ändern.

Einfallstor
HTTP-Anfrage an einen verwundbaren Webserver

Auswirkung
Ausführung/Weiterleitung von gefälschten HTTP-Anfragen

Typ der Verwundbarkeit
String-Format/Parser Schwachstelle

Gefahrenpotential
hoch
(Hinweise zur Einstufung des Gefahrenpotentials.)

Beschreibung
Alle Apache2 Versionen vor Apache 2.1.6 sind durch einen HTTP-Request Injection Angriff verwundbar.
Ein speziell präparierter HTTP-Anfrage-Header mit der Option "Transfer-Encoding: chunked" und einer speziell manipulierten "Content-Length" Option kann verwundbare Webserver zur Ausführung bzw. Weiterleitung einer in den Header eingeschleusten HTTP-Anfrage veranlassen.
Solche eingeschleusten HTTP-Anfragen lassen sich z.B. zu HTTP-Proxy-Cache, Cross-Site Scripting, Session Hijacking und anderen Angriffen mißbrauchen. Die Verwundbarkeit wurde erstmals in einem Whitepaper der Fa. Watchfire beschrieben.

Gegenmaßnahmen

  • Upgrade auf Apache 2.1.6
  • Manuelle Übersetzung von Apache 2.0.x mit Patches aus dem Apache Subversion Versions-Kontrollsystem
  • Installation von Distributor-Updates (derzeit ist unbekannt, ob solche bereits verfügbar sind)

Vulnerability ID

Weitere Information zu diesem Thema

(ag)

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