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Meldung Nr: RUS-CERT-643

[Generic/Webbrowser] Man-in-The-Middle Angriff auf HTTPS-Verbindung
(2002-01-02 21:40:53+00)

Quelle: http://CERT.Uni-Stuttgart.DE/archive/bugtraq/2001/12/msg00252.html

Durch eine Schwachstelle in diversen Webbrowsern ist es Dritten möglich, eigene Schlüssel unterzuschieben und dadurch eine vermeintlich vertrauenswürdig verschlüsselte Verbindung abzuhören.

Betroffene Systeme

Nicht betroffene Systeme

Einfallstor
Arglistige Webseite

Auswirkung
Verschlüsselte HTTPS-Verbindungen können von Dritten belauscht werden.

Typ der Verwundbarkeit
design flaw

Gefahrenpotential
hoch
(Hinweise zur Einstufung des Gefahrenpotentials.)

Beschreibung
Werden HTTPS-Objekte (URLs) in normale (unverschlüsselte) HTTP-Seiten eingebettet, findet eine Überprüfung des Zertifikates statt. Bei einigen Webbrowsern wird jedoch nur überprüft, ob das Zertifikat der Webseite von einer vertrauenswürdigen Certificate Authority (CA) unterzeichnet wurde, kontrollieren jedoch nicht, ob dieses Zertifikat tatsächlich für diese Webseite ausgestellt wurde. Dies stellt noch kein Risiko dar, da diese Webseite selbst nicht als sicher gekennzeichnet ist. Da einige Webbrowser das Zertifikat als vertrauenswürdig cachen, findet allerdings bei einem späteren Besuch einer scheinbar sicheren (HTTPS) Webseite keine Überprüfung des einmal akzeptierten Zertifikates mehr statt.

Ein Angreifer könnte diese Schwachstelle für einen man in the middle-Angriff ausnutzen, indem er eigene Zertifikate verteilt, wodurch er in der Lage wäre, gesicherte Verbindungen zu belauschen.

Interessanterweise hat Microsoft im Juni 2000 einen Patch für den Internet Explorer 4.x/5.x veröffentlicht, der diese Schwachstelle beseitigt. Internet Explorer 5.x mit aktuellen Sicherheitsupdates sind jedoch verwundbar, wodurch die alte Sicherheitslücke durch einen der neuen Sicherheitsupdates scheinbar reimplementiert wurde.

Workaround
Manuelle Überprüfung der Zertifikate

Gegenmaßnahmen

Weitere Information zu diesem Thema

(tf)

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