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Meldung Nr: RUS-CERT-917

[MS/MCMS] Schwachstellen im Microsoft Content Management Server (MCMS)
(2002-08-08 17:49:34.869687+00)

Quelle: http://cert.uni-stuttgart.de/archive/ms/2002/08/msg00001.html

Der Microsoft Content Management Server (MCMS), Bestandteil des .Net Enterprise Servers, weist mehrere Schwachstellen auf.

Betroffene Systeme

Einfallstor
Details liegen derzeit nicht vor, wahrscheinlich speziell formulierte HTTP/HTTPS-Anfragen.

Auswirkung

  1. Ausführung beliebigen Programmcodes mit SYSTEM-Privilegien, Denial of Service (DoS)
  2. Hochladen von beliebigem Programmcode sowie Ausführung des Programmcodes mit den Privilegien des Web Application Managers (IWAM_computername).
  3. Ausführung beliebigen Programmcodes mit den Privilegien des SQL-Servers, standardmäßig sind dies Domänenbenutzer-Privilegien.

Typ der Verwundbarkeit

  1. buffer overflow bug
  2. design flaw
  3. SQL injection

Gefahrenpotential

  1. sehr hoch
  2. hoch bis sehr hoch
  3. hoch bis sehr hoch
(Hinweise zur Einstufung des Gefahrenpotentials.)

Kontext
Der Microsoft Content Management Server (MCMS) ermöglicht die Erzeugung, Veröffentlichung und Verwaltung von Webinhalten.

Beschreibung

  1. Der MCMS weist eine Pufferüberlaufschwachstelle bei der Benutzerauthentifizierung auf, wodurch Angreifer über eine Netzwerkverbindung beliebigen Programmcode mit SYSTEM-Privilegien ausführen können.
  2. Der MCMS weist zwei Schwachstellen in "web authoring" Funktionen auf, durch die Angreifer über eine Netzwerkverbindung Dateien auf den Server hochladen und ausführen können. Der Programmcode wird dabei mit den Privilegien des Web Application Managers (IWAM_computername) ausgeführt.
  3. Durch eine "SQL Injection"-Schwachstelle können Angreifer beliebige SQL-Befehle absetzen und darüber beliebigen Programmcode mit den Privilegien des SQL Servers ausführen, standardmäßig sind dies Domänenbenutzer-Privilegien.

Gegenmaßnahmen
Microsoft stellt einen Patch zur Verfügung:

Vulnerability ID

Weitere Information zu diesem Thema

(tf)

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