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Meldung Nr: RUS-CERT-1266

[Generic/fetchmail] Pufferüberlaufschwachstelle in fetchmail
(2005-08-08 11:22:42.471838+00) Druckversion

Quelle: http://fetchmail.berlios.de/fetchmail-SA-2005-01.txt

Der weit verbreitete E-Mail-Abhol-Client fetchmail kann von einem kompromittierten POP3-Server durch speziell manipulierte E-Mail Kennungen (UIDLs) dazu ausgenutzt werden, beliebigen Code mit der Berechtigung des fetchmail Prozesses auszuführen.

Betroffene Systeme

  • fetchmail version 6.2.5.1
  • fetchmail version 6.2.5
  • fetchmail version 6.2.0
  • Ältere Versionen wurden nicht geprüft, sind aber als betroffen einzustufen

Nicht betroffene Systeme

  • fetchmail 6.2.5.2
  • fetchmail 6.2.6-pre7
  • fetchmail 6.3.0
  • Systeme, die mit entsprechenden Vendor-Patches zur Behebung der Schwachstelle versehen sind, die aber i.d.R. nicht die Versionsnummer ändern.

Einfallstor
Eine speziell präparierte UIDL im Rahmen der POP3 Kommunikation

Auswirkung
Ausführung beliebigen Programmcodes auf dem beherbergenden Rechnersystem mit den Privilegien des fetchmail-Prozesses.

Typ der Verwundbarkeit
Pufferüberlaufschwachstelle (buffer overflow bug)

Gefahrenpotential
hoch
(Hinweise zur Einstufung des Gefahrenpotentials.)

Beschreibung
fetchmail ist ein beliebter E-Mail-Abhol Client, der vorrangig in UNIX-Umgebungen eingesetzt wird und die Protokolle POP2, POP3, IMAP, ETRN und ODMR unterstützt.

Die POP3-Behandlungsroutine in fetchmail kopiert sog. E-Mail Kennungen (UIDLs) in einen Puffer mit fester Länge, der auf dem Stack allokiert wurde, ohne dabei die Länge der Eingabe zu limitieren. Dies kann von einem kompromittierten POP3-Server ausgenutzt werden, um einen Stack-Überlauf durch speziell manipulierte UIDLs hervorzurufen, der zur Ausführung von beliebigen Programmcode ausgenutzt werden kann.

Da das POP3-Protokoll keine starke Authentifizierung und Verschluesselung unterstützt, kann die Schwachstelle durch Man-In-The-Middle Attacken ausgenutzt werden, bei der z.B. ein DNS-Eintrag von einem bekannten POP3-Server gefälscht wird und auf einen kompromittierten POP3-Server umgeleitet wird.

In der fetchmail Version 6.2.5.1 kann ein solcher Stack-Überlauf nicht auftreten, jedoch wird eine zu lange Eingabe auf einen NULL-Zeiger dereferenziert, was von einem kompromittierten POP3-Server zum Absturz (denial of service) des entsprechenden fetchmail Prozesses ausgenutzt werden kann.

Gegenmaßnahmen

  • Upgrade auf fetchmail 6.2.5.2 oder später

Vulnerability ID

  • Noch nicht vergeben

Weitere Information zu diesem Thema

(ag)

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