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Datenschutzrechtliche Hinweispflichten

Im Einzelfall kann es gewünscht sein, dass entweder jeder die Teilnehmer einer Mailingliste einsehen kann (Hinweistext 1) oder dass dies den anderen Listenteilnehmern möglich ist (Hinweistext 2).

Da damit eine Veröffentlichung von personenbezogenen Daten einhergeht, ist dies nur zulässig, wenn die Listenteilnehmer darin eingewilligt haben. Daher muss das Anmeldeverfahren zu einer Mailingliste so gestaltet werden, dass der Listenteilnehmer vor der endgültigen Aufnahme in die Mailingliste den entsprechenden Hinweistext zu Kenntnis nehmen und danach nochmals eine bewusste Handlung zur endgültigen Eintragung in die Liste vornehmen muss.

Einfaches Opt-In-Verfahren

Bei dem einfachen Opt-In-Verfahren füllt der Interessent ein Web-Formular aus oder bestellt per Mail den Bezug einer Mailingliste. Seitens des Listenbetreibers erfolgt keine Rückfragen mehr.
Es ist bei diesem Verfahren nicht sicher gestellt, dass der Eintragende und der Inhaber der eingetragenen Mail-Adresse identisch sind.

Die übermittelte Mail-Adresse wird in die Teilnehmerliste der Mailingliste eingetragen. Ist diese Liste dann von Teilnehmern oder von jedermann abrufbar, könnte es daher sein, dass Daten von Personen veröffentlicht werden, die sich gar nicht selbst in die Liste eingetragen haben und auch niemals einen entsprechenden Hinweis zur Veröffentlichung der Mail-Adresse zur Kenntnis genommen haben.

Dieses Verfahren ist daher datenschutzrechtlich im Falle der möglichen Abfrage der Teilnehmer einer Mailingliste (egal ob nur für die Teilnehmer oder für jedermann) als unzulässig anzusehen.

Der Einsatz des einfachen Opt-In-Verfahrens ist auch aus allgemeinen Sicherheitsgründen abzulehnen. In den Neunzigern, als die meisten Listen noch ein einfaches Opt-In-Verfahren verwendeten, war es ein beliebtes Spielchen, sein Opfer bei hunderten von Mailinglisten einzutragen. (Es dauert Tage bis Wochen, bis man die ganzen Listen wieder abbestellt hat.) Beim doppelten Opt-In-Verfahren geht das nicht mehr.

Doppeltes Opt-In-Verfahren

Bei dem doppelten Opt-In-Verfahren füllt der Interessent ein Web-Formular aus oder bestellt per Mail den Bezug einer Mailingliste. Anders als beim einfachen Opt-In-Verfahren erfolgt seitens des Listenbetreibers aber eine Rückfrage bei der eingetragenen Mail-Adresse. An diese Mail-Adresse wird nämlich eine Mail mit der Bitte um Bestätigung versandt. Erst mit dem Eingang einer Bestätigungsmail beim Listenbetreiber wird diese Mail-Adresse als Teilnehmer der Mailingliste eingetragen. Dieses Verfahren bietet für den Listenbetreiber die Sicherheit, dass derjenige, der die Bestätigungsmail abschickt, wissentlich und willentlich Teilnehmer der Liste werden möchte.

Der Hinweistext kann in diesem Verfahren in die Mail integriert werden, die der Listenbetreiber an die Mail-Adresse mit Bitte um Bestätigung versendet. Dann muss der Interessent den Text zur Kenntnis nehmen und übt mit der erneuten Rückantwort eine bewusste Handlung aus. Im Falle der Eintragung der Mail-Adresse über ein Web-Formular kann der Text bereits zusätzlich auf der Seite Web-Seite integriert werden.

Hinweistext 1 – Listenteilnehmer öffentlich

Sie sind im Begriff, sich in eine Mailingliste einzutragen, deren
Listenteilnehmer öffentlich von jedem  
auch von Nichtmitgliedern der Liste - weltweit abgefragt werden können.

Gespeichert wird Ihre Email-Adresse, die damit jedem zugänglich wird.

Es steht Ihnen frei, den Vorgang fortzusetzen.
Wenn Sie dies nicht tun, wird Ihre Email-Adresse nicht veröffentlicht
und Sie werden nicht als Listenteilnehmer eingetragen und erhalten
folglich auch keine Mails der Liste.

Setzen Sie den Vorgang fort, stimmen Sie damit zu, dass Ihre Email-Adresse
weltweit von jedem abgefragt werden kann.

Hinweistext 2 – Listenteilnehmer nur für Listenteilnehmer öffentlich

Sie sind im Begriff, sich in eine Mailingliste einzutragen, deren Listenteilnehmer
von jedem weiteren Listenmitglied weltweit abgefragt werden können.

Gespeichert wird Ihre Email-Adresse, die damit jedem zugänglich wird.

Es steht Ihnen frei,  den Vorgang fortzusetzen. Wenn Sie dies nicht tun,
wird Ihre Email-Adresse nicht veröffentlicht und

Sie werden nicht als Listenteilnehmer eingetragen und erhalten folglich
auch keine Mails der Liste.

Setzen Sie den Vorgang fort, stimmen Sie damit zu, dass Ihre Email-Adresse
weltweit von jedem weiteren Listenteilnehmer  abgefragt werden kann.